… Ich bin mittendrin. Ich stehe im Meer, inmitten kraftvoller Wellen, die hintereinander auf mich zu rollen. Da ist wieder eine. Ich sehe die nächste Welle, die sich mir rasch nähert. Ein elektrisierendes Kribbeln rieselt durch meinen Körper. Ich schaue auf die Welle und alles andere verschwimmt. Die Zeit bleibt stehen und auch meine Gedanken tauchen ab. Ich vergesse die Welt um mich herum. Es gibt nur die Wellen und mich. Ich hüpfe, springe der Welle entgegen und lasse mich von ihr an den Strand tragen. Ich fühle mich so leicht und frei und voller Freude wie schon lange nicht mehr. Ich bin lebendig, kraftvoll und entspannt. …

Warum regelmäßige Auszeiten wichtig sind

Vielleicht fragst du dich, warum Auszeiten für unseren Alltag, für unser Familienleben so wichtig sind. Heute möchte ich ein paar Gedanken dazu mit dir teilen: Wir brauchen regelmäßige Auszeiten, damit wir innerlich zur Ruhe kommen können. Das hilft uns, unser Denken und Handeln zu reflektieren und unsere innere Gefühlswelt wieder zu sortieren.

Wie ein kleiner Urlaub

Es ist wie ein kleiner Urlaub. Nur, dass wir dabei manchmal sogar Zuhause sind. Alles, was wir für so einen Ausflug brauchen, ist die innere Bereitschaft und etwas Zeit und Ruhe für uns selbst. Ein anderes Mal brauchen wir dringend einen Tapetenwechsel, weil unser Kopf eine Endlosschleife an Sorgen abspult. Wir stecken dann im alltäglichen Hamsterrad, so dass wir einen Ortswechsel brauchen, um zur Ruhe zu kommen.

„Morgen sieht die Welt wieder anders aus“

Nach einer Auszeit sehen wir viele Dinge anders und auf einmal…schwups: ist eine Lösung für ein Problem da, welches uns vorher regelrecht Kopfzerbrechen bereitet hat. Da fällt mir gerade das Sprichwort ein: „Schlaf mal drüber. Morgen sieht die Welt wieder anders aus.“ Ja und so ist es manchmal.

Mein Kraftritual

Mir hilft es im Alltag, wenn ich in Gedanken auf Reise gehe. Als unser Sohn geboren wurde und abends viel geweint hat, hatte ich ein Kraftritual, bevor ich ihn ins Bett gebracht habe. Ich ging unter die Dusche und ich stellte sie auf kalt. Ich ließ das Wasser über mich laufen, tauchte ganz ein und ließ mir das kalte Wasser auch über den Kopf rinnen. Währenddessen stellte ich mir vor, wir wären wieder auf Gran Canaria, wo ich jauchzend und jubelnd vor Freude durch die Wellen am Strand gehüpft bin. Ich sah es so klar und deutlich vor mir, dass ich mich wieder so leicht und voller Freude fühlte, als wäre ich wieder mittendrin in den Wellen.

Innere Kraftquellen wieder auffüllen

Diese kurze Fantasiereise half mir, wieder zu mir zu finden. So konnte ich meine inneren Kraftquellen wieder neu auffüllen. Gerade, wenn du ein Baby hast, das viel weint, brauchst du regelmäßige Auszeiten, in denen du nur für dich da bist. Aber auch sonst im chaotisch bunten Familienalltag ist es für uns Mamas wichtig, für uns selbst da zu sein und uns liebevoll in den Arm zu nehmen. So können wir unsere Kraftreserven wieder auffüllen.

Hast du auch ein Kraftritual?
Erzähl mir gerne davon.

Lass es dir gut gehen.
Deine Martina