Seite auswählen

Gestern war wieder einer dieser Tage, an denen ich mir am liebsten den ganzen Tag die Decke übern Kopf gezogen hätte – und zwar allein.

Als Mama geht das nur, wenn du einen Babysitter für dein Herzenskind hast. Der Lieblingsmann lag selbst mit Grippe im Bett und auch die Herzens-Oma war krank. Somit fiel die Auszeit für Mama aus.

Ich bin froh, dass unser Herzenskind grad erst 9 Monate alt ist und somit auch noch 2-3 mal am Tag schläft. Diese Zeit habe ich dann auch genutzt um zu ruhen. Da ich kein Mensch bin, der am Tag gut schlafen kann, habe ich mir bei Netflix einen Film ausgesucht und vor mich hin gedöst.

Vielleicht kennst du das auch, dass das an manchen Tagen nicht ausreicht. Ich war so erschöpft, dass ich nur halb schlafend durch den Tag taumelte. Ich spielte nur halbherzig mit meinem Sohn und ließ auch den Haushalt liegen.

Ich liebe es Mama zu sein, ich liebe meinen Sohn und ich bin glücklich, dass er bei uns ist. Dennoch wünsche ich mir an solchen Tagen manchmal die Freiheit von früher zurück.

Natürlich bin ich an diesen Tagen für meinen Sohn da, aber nicht wirklich präsent. Es fällt mir dann schwer, auf ihn bedürfnisorientiert einzugehen. Das tut mir dann leid und ich bekomme ein schlechtes Gewissen. Ich fühle mich, als würde ich meine Sache nicht gut machen. Ich zweifle dann an mir und an meinen Fähigkeiten.

Was mir dann hilft

Die Situation annehmen, wie sie ist und auf den nächsten Tag hoffen. Mich selbst in den Arm nehmen und anerkennen, welch große Aufgabe es ist, Mama zu sein.

Mir hilft es, mir selbst zu erlauben auch mal müde und schwach sein zu dürfen. Ich frage mich dann, was mir jetzt gut tun würde, um wieder neue Kraft zu tanken. Auch hilft es mir, mich selbst liebevoll anzunehmen und zu vertrauen, dass morgen wieder ein besserer Tag ist.

Ich muss nicht immer Supermama sein. Und du auch nicht. Wir geben in jedem Augenblick unser Bestes. Das ist gut genug. Auch wenn es nicht immer das ist, was wir gerne geben würden.

Darum sage ich es nochmal: „Du musst keine Supermama sein, um eine gute Mama zu sein.“ Sei eine Mama, die ihr Kind von ganzem Herzen liebt. Denn das ist das Wichtigste.

Wie gehst du mit solchen Tagen um? Was denkst du über Supermama? Ich freue mich über deine Meinung zu diesem Thema. Wenn du magst, schreibe sie mir gerne als Kommentar.

Heute ist zum Glück wieder ein besserer Tag. Ich hoffe bei dir auch.

Lass es dir gut gehen.
Deine Martina

P.S.: Wenn dir der Artikel gefallen hat, und du jemanden kennst, dem diese Worte gut tun könnten, dann teile ihn gerne in deinen sozialen Netzwerken oder schicke den Link des Artikels direkt an die betreffende Mama.